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Erfahrungsberichte

Erasmus Erfahrungsbericht: Lisa in Glasgow

06/2017 Erasmus+ Praktikum in Schottland

Besonders dankbar bin ich meinem Ausbildungsbetrieb, der mir das Auslandspraktikum und die damit einhergehenden tollen Erfahrungen und Eindrücke überhaupt erst ermöglicht hat. Zuerst dachte ich, dass die drei Wochen bestimmt nie vergehen, aber tatsächlich verging die Zeit wie im Flug und ich werde Glasgow im wundervollen Schottland vermissen.

Unterkunft

Besonders ans Herz gewachsen ist mir meine Gastgeberin Zoe. Ich hatte wirklich wahnsinniges Glück bei ihr gewohnt haben zu dürfen. Sie ist ca. 30 Jahre alt und wohnt alleine. Wir haben uns super gut verstanden, hatten tolle Gespräche und gingen sogar mal auf ein Konzert oder gingen zum Abendessen aus. Sie hat einen wesentlichen Teil zu meinem positiven Eindruck des Aufenthalts beigetragen. Ihre Wohnung ist sehr schön und gemütlich und ich habe mich sehr willkommen gefühlt. Besonders lieb war, dass sie mir auch stets Tipps gegeben hat, was ich in Glasgow oder in der Hauptstadt Schottlands, Edinburgh, besichtigen kann. Da sie selbst sehr lange in Edinburgh gelebt hat, konnte sie mir sozusagen richtige Insidertipps geben.

Lisa in Glasgow Erasmus Praktikum Glasgow Ab
Lisa in Glasgow Erasmus Praktikum Glasgow Ab 3

Freizeit

An den Wochenenden war ich immer sehr viel unterwegs. Schon am Sonntag nach meiner Ankunft bin ich gut in Glasgow rumgekommen und konnte erste paradoxe Eindrücke gewinnen. Paradox deswegen, weil Glasgow zwei Seiten hat. Auf der einen Seite ist es eine sehr schöne, historische Stadt, auf der anderen Seite aber auch sehr herunterkommen und dreckig. Ich hatte vor dem Praktikum schon gelesen, dass man die Stadt entweder lieben oder hassen wird. Bis zum Schluss konnte ich mich aber nicht so recht für eine Seite entscheiden. Die letzten Tage musste ich aber feststellen, dass mir die Stadt und vor allem ihre hilfsbereiten und freundlichen Einwohner mit dem lustigen Akzent sehr fehlen werden. Alleine die Tatsache, dass man sich beim Busfahrer bedankt, wenn man aussteigt, fand ich sehr beeindruckend und Deutschland könnte sich davon wirklich eine Scheibe abschneiden.

Das Wochenende darauf war ich Samstag und Sonntag in Edinburgh, was mir auch sehr gut gefallen hat. Am letzten Wochenende, das ich effektiv nutzen konnte, war ich leider nicht ganz so fit, weil ich mich am Wochenende davor beim Erklimmen des Arthur’s Seat in Edinburgh aufgrund des Wetters erkältet hatte. So ließ ich es am Samstag eher ruhig angehen und besichtigte mit einem anderen Praktikanten das Tenement House. Dort ist eine Wohnung dank der Erhaltungsmaßnahmen einer Dame immer noch so eingerichtet wie im 19. Jahrhundert. Danach gingen wir noch ein bisschen bummeln und entspannten dann in den botanischen Gärten. Am Sonntag war dann die 1-tägige Bustour in die Highlands und zu Loch Ness und ich konnte die atemberaubend schöne Landschaft genießen. Man kann seine Freizeit in Glasgow wirklich toll gestalten. Es gibt so viele Events und so gut wie jeden Abend spielt in so gut wie jedem Pub Livemusic. Langweilig wird einem also nicht.

Praktikum

Last but not least, der eigentliche Grund der ganzen Reise, das Praktikum war leider enttäuschend, da ich die meiste Zeit Daten in Excel eingetragen oder die Ablage gemacht habe. Ich konnte lediglich bei einem Meeting dabei sein. Mir fiel bei diesem Meeting oder allgemein, wenn Kunden da waren, auf, dass am Anfang erst mal über alles andere als über den eigentlichen Grund des Meetings gesprochen wird. So schafft man sich erst mal eine entspannte Atmosphäre und durch die persönliche Note kommt vielleicht auch eher ein Geschäft zustande. Das unterscheidet sich sehr von den deutschen Gepflogenheiten, da hier nicht so sehr um den heißen Brei geredet wird. Mein Superviser, Noemaan, war super nett und wir haben uns auch sehr gut verstanden. Ich war also rundum von tollen Menschen umgeben.

Fazit

Mein Aufenthalt in Glasgow hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich weiß nun, dass es halb so schlimm ist, seine Heimat zu verlassen und in einer fremden Stadt in einer Fremdsprache zurechtzukommen. Tatsächlich begann ich die letzte Zeit in Glasgow schon in Englisch zu denken und das zeigt mir, dass ein Aufenthalt in einem fremdsprachigen Land sehr effektiv für die eigenen Sprachkenntnisse ist. Besonders beeindruckend fand ich die Natur Schottlands und die Mentalität der Schotten. Ich möchte auf jeden Fall nochmal nach Schottland und nach Glasgow.

Lisa in Glasgow Erasmus Praktikum Glasgow Ab 2

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