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Erfahrungsberichte

Erasmus Erfahrungsbericht: Anna in St. Johann

09/2017 – 10/2017 Erasmus+ Praktikum in Österreich

Während meines vierwöchigen Aufenthaltes in St. Johann war ich überwiegend im Bereich der Orthopädie tätig. Die Arbeit unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht zu der in deutschen OPs. Grundsätzlich ist die Mentalität in Österreich, aber vor allem in Tirol, ganz anders; die Menschen sind offenherziger, freundlich, entspannt und man fühlt sich gleich wohl. Dies allein hat die Arbeit im OP sehr angenehm gemacht.

Hinzu kommt, dass der Aufbau des Personalwesens im Gesundheitsbereich sich zu dem in Deutschland unterscheidet. Ich war sehr überrascht zu erfahren, dass die Berufe der sterilen und unsterilen Assistenz nur durch zwei sehr unterschiedliche Studiengänge/Kurse erlangt werden können. In Deutschland mit der OTA-Ausbildung bzw. mit der Weiterbildung zur OP-Schwester, können beide Tätigkeiten ausgeführt werden. Dementsprechend waren die Aufgabenbereiche in Österreich strikt geteilt, und ich musste mich da erst langsam hineinfinden.

Anna in St. Johann Erasmus Auslandspraktikum Oesterreich 1
Anna in St. Johann Erasmus Auslandspraktikum Oesterreich 2

Der Bereich der Orthopädie wird im Rahmen meiner OTA-Ausbildung nur theoretisch abgedeckt. Da ich dies also noch gar nicht kannte, war es für mich eine Herausforderung Eingriffe zu instrumentieren, die ich vorher noch nicht gesehen hatte. Eigentlich hat jedes Instrument eine Fachbezeichnung, aber viele Ärzte in St. Johann haben stattdessen das Instrumentarium ganz anders benannt. Hinzu kam, dass ich mich zunächst in den Dialekt hineinfinden musste.

Das Alles war eine ziemliche Herausforderung, weil ich häufig nicht wusste, was von mir verlangt wurde. Im Laufe der Zeit hat sich dies jedoch gelegt und ich konnte selbstständig zahlreiche Operationen instrumentieren und assistieren.

Fazit

Ich habe in diesem Praktikum viel Selbstbewusstsein gewonnen und Erfahrungen gesammelt. Das Arbeitsklima hat mir sehr gut gefallen, denn ich habe mich super aufgehoben gefühlt. Es war immer jemand da, den ich um Rat bitten konnte, wenn ich am Tisch stand. Und selbst die Ärzte haben mir vieles erklärt. Es hat sehr viel Spaß gemacht und es hat sich kaum nach Arbeit angefühlt.

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