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Erfahrungsberichte

Jan in Mombasa

05/2023 – 06/2023 Erasmus+ Praktikum in Mombasa

Beweggründe

Beginnen möchte ich meinen Erfahrungsbericht mit der Motivation für diese Reise. Schon seit längerem interessiere ich mich für die afrikanische Musik und Kultur. Ich hatte schon lange den Eindruck in solch einem Land Einblicke in eine frühere Lebensweise und Kultur zu bekommen. Als dann in meiner Schule, der Fachakademie für Sozial und Heilpädagogik, bekannt wurde, dass ein Auslandpraktikum in Kenia möglich ist, meldete ich mich und organisierte gemeinsam mit den anderen meinen Aufenthalt in Afrika. Die Bürokratie für diesen Aufenthalt erlebte ich als fordernd aber nach ein paar Wochen war auch diese Hürde überwunden.

Ankunft in Afrika

Wir verließen die Maschine vom Typ Airbus A 320 und als die Tür aufging trat ich erstmal in ein Klima, das einem Saunaaufguss glich. Es dauerte mehrere Tage, bis ich mich an dieses außergewöhnliche Klima gewöhnte.

Es gab 2 Schulen, in welchen wir arbeiteten. Die Eine beruhte auf Spendengeldern und fasste um die 50 Kinder die andere Schule beinhaltete um die 1200 Schüler oder „Learners“, wie sie die Lehrkräfte auch nannten.

Schon bereits nach wenigen Tagen erhielten wir die Erlaubnis von den zuständigen Lehrkräften, auch einmal einen Unterricht halten zu dürfen. Nach 1-2 Wochen wurde dies unser Arbeitsalltag und wir durften neben der Betreuung von Menschen mit einer Beeinträchtigung auch Schüler im Unterricht begleiten.

Jan in Mombasa (Kenia) DSC02811 Scaled
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Interkulturelles

Die Menschen dort waren sehr interessiert an den Dingen, die uns als Deutsche ausmachen und ich habe dort erst wahr genommen, was eigentlich deutsche Werte und Normen sind. Ich durfte auch neben der Schule viele Dinge und auch ein paar Fetzen der Suaheli Sprache kennenlernen. Es gab natürlich auch Schattenseiten welche ich nicht außen vor lassen will. Der Konsum von Khat spielt eine große Rolle gerade für junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Diese Droge ist allgegenwertig und es macht sogar den Anschein als das viele Dinge ohne diese Droge dort nicht mehr machbar wären. Die Korruption hat ein hohes Maß erreicht was auch für eine noch größere Benachteiligung der Armen sorgt da diese sich nicht einfach freikaufen können. Die Kenianer scheinen trotz allem ihr charismatische Lächeln nicht zu verlieren.

Diese Reise wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

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