Erfahrungsbericht von meinem Praktikum

Frankreich, für mich das Land der Weinberge, der Romantik der kulinarischen Genüsse und der kulturellen Vielfalt. In meinem Leben bin ich häufig hierhergekommen – sei es wegen eines Familienurlaubs, eines Work-and- Travel-Aufenthaltes oder eines Schulaustauschs.

Am fünften Mai begann für mich ein neues großes Abenteuer. Ich war für circa zwei Monate in Romanèche Thorins in einem Themenpark für Reben und Wein und verbrachte dort die Zeit als Praktikantin.

Doch was ist eigentlich ein Themenpark für Reben und Wein? Es lässt sich nur schwer in wenigen Worten beschreiben: Es gibt ein Museum rund um Wein und seine Herstellung, ein Restaurant, eine Ausstellung über Züge in der Nähe des Bahnhofs und einen Garten mit zahlreichen Aktivitäten. Es ist auf jeden Fall größer als ich es erwartet habe.

Ursprünglich sollte ich auch am fünften Mai ankommen, doch es gab ein paar Komplikationen mit meinen Flügen. Ich verpasste meinen Flug und erreichte Lyon erst spät in der Nacht. Netterweise hatte eine Arbeitgeberin mir ein Hotel für die Nacht herausgesucht, sodass ich dort übernachten konnte. Am folgenden Morgen ging es ganz entspannt gegen elf Uhr los. Ich nahm einen Bus in Richtung Lyon-Zentrum und von da aus fuhr die Bahn mich weiter. Ich freute mich, dass alles auf Französisch war und betrieb Smalltalk mit einigen im Zug. Gegen 14 Uhr erreichte ich Romanèche Thorins und wurde in Empfang genommen.

Mein Mentor für die kommende Zeit zeigte mir mein Apartment, welches ich mir mit zwei anderen Praktikantinnen teilte. Ich war sehr überrascht von der modernen und schönen Einrichtung des Apartments und fühlte mich gut aufgehoben. Auch mit Grace und Jasmine, den zwei Praktikantinnen verstand ich mich gut.

Am nächsten Tag ging es für mich gegen zehn Uhr dreißig los. Ich lernte die Boutique kennen, durfte einen kompletten Rundgang im Museum machen, der über zwei Stunden dauerte und schaute mir noch die Ausstellung des Wagons von Napoleon an. Dann wurde ich in die Arbeiten am Ticketverkauf eingewiesen und lernte noch mehrere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kennen.

Später in der Woche durfte ich mit Karine eine Führung übernehmen. Ich half ihr bei kleineren Tätigkeiten. Es war eine deutsche Touristengruppe von über hundert Leuten, die in kleineren Gruppen aufgeteilt worden war. Karine und ich hatten eine Gruppe von etwa dreißig Leuten. Es war schön alles verstehen zu können und noch tiefer in die Geschichte des Weines und des Museums tiefer eintauchen zu können. Bei der Weinprobe für die Deutschen half ich beim Einschenken mit und sprach mit einigen. Es war ein sehr netter Arbeitstag und ich staubte am Ende sogar noch ein Eis aus dem Kiosk vor Ort ab.

Die Wochen verstrichen und mein Alltag hatte sich gut eingependelt. Ab und zu ist der Tagesablauf repetitiv monoton, aber dafür konnte ich mit den Kunden fleißig mein Französisch verbessern.

Eine Woche startete bei mir nicht am Montag, sondern am Mittwoch und ging bis Sonntag. In der Tourismus-Branche sind der Samstag und der Sonntag die Tage mit dem größten

Besucheraufkommen. Meine Ruhetage fielen daher auf Montag und Dienstag. Meistens begann mein Tag gegen 10:00 Uhr. Ich stand auf, machte mich fertig und startete meine Arbeit gegen 11:00 Uhr. Das konnte auch 10:30 oder 11:00 Uhr dreißig sein. Im Garten zum Beispiel ging es immer erst nach 11:30 Uhr los, da ich dort sieben volle Stunden ohne Mittagspause arbeiten musste. Mir sollte so vorher ein langes Frühstück ermöglicht werden. Zudem konnte ich mir kleine Snacks mitnehmen, die ich dann esse, während keine Kunden da sind. Wenn ich im Gebäude arbeitete, hatte ich meistens eine Mittagspause. Leider nur 30 Minuten, was meistens echt wenig Zeit ist, um zu kochen, sich erholen und zu essen.

Insgesamt gibt hier mehrere Arbeitsbereiche. Darunter der Bahnhof, die Empfangshalle vor dem Eingang des Museums, der Garten und dessen Empfangsbereich.

Außerdem wird auch noch eine Museumsführung, eine Verkostung des Weines und ein Aufenthalt im Restaurant angeboten. Das Museum und Garten sind zwei separate Einheiten. Ein kleiner Zug, der aber auf der Straße fährt, brachte uns und die Gäste hin und her. Es war dabei immer wieder schön die Landschaft der Weinberge und Hügel zu sehen.

Im sogenannten Chalet des Gartens verkaufte ich Snacks und Getränke oder ich empfing im nahegelegenen Gebäude Gäste. Und das immer und immer wieder. Es gab häufig Leerlauf, der mich am Anfang ziemlich genervt hat. Später wusste ich aber besser, damit umzugehen. Meistens nahm ich mir ein Buch mit oder zum Beispiel einen Comic über Star Wars mit. Den las ich dann so lange, bis ich das Geräusch der Tür höre, und mich dann freundlich lächelnd an den Kunden wand.

Am liebsten mochte ich den Bahnhof, da ist man häufiger allein und muss nichts verkaufen, sondern konnte sich besser mit den Gästen unterhalten. Ganz allein, stimmt nicht ganz: Der Bahnhofsmeister Marcel begleitet einen, wenn die Kunden da sind. Er ist eine Videoaufzeichnung, die humorvoll über die Geschichte des Bahnhofsgebäudes erzählt, das nun nicht mehr verwendet wird. Oft macht er bedeutungsschwangere Pausen oder betont ein Wort so komisch, dass die Kunden lachen.

Eine weitere Arbeit, die mir Spaß machte, ist das Restaurant. Anthony, der Maître, ist sehr angenehm und hat mir gezeigt, wie man graziös Essen serviert. Ich durfte diese Arbeit leider nur einmal machen, da es nicht wirklich meinem Aufgabenbereich entsprach.

Manchmal musste ich aber auch im Empfang des Museums arbeiten. Das war nicht ganz so meins. Häufig war es ungern gesehen, dass man sich hinsetzt und dann stand man sich teilweise eine halbe Stunde die Beine in den Bauch. Außerdem hielt die Glasscheibe, die Besucher und Mitarbeiter voneinander trennt, dass man sich gut versteht.

An den freien Tagen machte ich viel mit den Mitbewohnerinnen. Häufig fuhren wir mit dem Zug in die nahegelegenen Stadt Lyon. Dort kann man super shoppen, oder aber auch die Altstadt sich anschauen. Am besten fand ich die alte Kathedrale. Sie hat sehr schöne Wandverzierungen und ist etwas höher gelegen, sodass man einen tollen Ausblick auf die Stadt hat. Neben Lyon gibt es noch Mâcon, ebenfalls eine sehr schöne Stadt. Dort haben meine Mitbewohnerinnen und ich gemeinsam gegessen und sind später in eine Skybar gegangen – dort hatten wir eine prächtige Aussicht. Im Schwimmbad in Belleville ist es auch sehr schön gewesen. An den heißen Tagen kann man sich da schön abkühlen oder ein bisschen in der Sonne liegen und sich entspannen. Romanèche-Thorins ist eher klein, aber trotzdem gibt es auch hier einige Sachen zusehen. Beispielsweise die Windmühle oder die Landschaft im Beaujolais. Zum Sommerfest gab es Musik und auch ein Feuerwerk.

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