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Erfahrungsberichte

2017 Erasmus+ Praktikum in Österreich

Ich bin Claudia, 21 Jahre alt und habe die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) in Hamburg gemacht. Abgeschlossen habe ich die Ausbildung im August und obwohl mir mein Beruf und mein Ausbildungshaus sehr gut gefallen, wollte ich nach der Ausbildung gerne erst einmal etwas Anderes sehen und neue Erfahrungen sammeln. Nach einiger Recherche zu Möglichkeiten ins Ausland zu gehen kam ich auf Vividus International und bekam durch das nette Team sehr schnell Unterstützung und wurde super beraten und betreut.

Eine erste Idee für einen Aufenthalt hatte ich bereits. Da mir die Herzchirurgie in der Ausbildung am besten gefallen hat, war mir klar, dass ich gerne in einem herzchirurgischen OP ein Praktikum machen möchte.

Claudia in Salzburg Erasmus Praktikum Salzburg 2
Claudia in Salzburg Erasmus Praktikum Salzburg 6

Unterkunft

Als alles geklärt, unterschrieben und vorbereitet war, hatte ich bereits eine riesige Vorfreude und habe mich dann zwei Tage vor Praktikumsbeginn in den Zug gesetzt und startete meine Reise nach Salzburg. Untergebracht war ich die ersten zwei Wochen in einer netten WG etwas außerhalb Salzburgs, die letzten vier Wochen hatte ich ein gut ausgestattetes Zimmer im Wohnheim des Krankenhauses. Die Einrichtung dort war sehr urig und gemütlich, ich hatte alles was ich brauchte und zum Krankenhausgelände musste ich nur einmal über die Straße gehen.

Mein Praktikum

Sehr gespannt machte ich mich dann am ersten Praktikumstag auf den Weg zum Herz-OP. Ich wurde freundlich in Empfang genommen und bekam zunächst eine Führung durch die Räumlichkeiten, hatte viel Zeit um erste Fragen zu stellen und wurde auch schon ziemlich über meine Ausbildung und meine Erfahrungen im OP ausgefragt. Der erste Eindruck war sehr gut und ich habe mich direkt wohl gefühlt. Das ganze Team hat sich so gut um mich gekümmert, dass ich mich schnell zurechtfinden konnte. Zwar hatte ich anfangs doch ein paar Schwierigkeiten die neuen Kollegen zu verstehen (was ich ehrlich gesagt so nicht erwartet hatte), kann nun aber im Nachhinein sogar ein bisschen österreichisch.

Ich war jeden Tag im Herzchirurgischen OP eingeteilt und habe alle Tätigkeiten umsetzten können, welche ich während meiner OTA – Ausbildung gelernt habe. So habe ich die Vorbereitung des OP Saals und Kontrolle aller benötigten Utensilien, Geräte und Arbeitseinheiten übernommen. Ich konnte die dort verwendeten Materialien und Instrumente kennenlernen und habe gesehen, dass es auch andere Arbeitsabläufe gibt, die zum gleichen Ziel führen. Ich habe Tipps und Tricks von erfahrenen OP-Schwestern bekommen, welche ich für meine zukünftige Arbeit anwenden kann.

Da in meinem Haus ein Standard von allen Mitarbeitern umgesetzt wird, hat es mich gefreut andere Lösungswege und Ideen aus Salzburg mitzunehmen. Ich hatte die Möglichkeit die Operationen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, viele OP-Schritte sind mir noch deutlicher geworden und einige Tätigkeiten und ihre Hintergründe kann ich nun besser verstehen.

Während meiner Zeit habe ich ‚Springertätigkeiten‘ durchgeführt und durfte kleine wie auch größere herzchirurgische Operationen instrumentieren. So konnte ich sogar Operationsabläufe erlernen, welche ich in meiner Ausbildung noch nie gemacht habe. Auch bei der Nachbereitung der Operationssäle durfte ich meine Kollegen unterstützen. Nach den sechs Wochen habe ich gemerkt, dass meine Ausbildung mich sehr gut auf meinen Beruf vorbereitet hat und meine Fähigkeiten auch außerhalb meines Ausbildungshauses sehr anerkannt werden.

Auch, dass die Zusammenarbeit mit einem fremden Team sehr schnell klappen kann, wenn jeder seine Aufgaben kennt, hat mich sehr gefreut und mich stolz auf meine Ausbildung gemacht. Ich habe festgestellt, dass ich direkt nach meiner Ausbildung schon sehr viel Wissen sowie wichtige Arbeitsabläufe verinnerlicht habe und meine Arbeit in Deutschland eine sehr hohe Qualität hat.

Claudia in Salzburg Erasmus Praktikum Salzburg 3
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Salzburg

Positiv hinzu zu dem tollen Team und der sehr angenehmen Arbeitsatmosphäre kommt für mich auch ganz klar noch das wahnsinnig schöne Salzburg. Für mich als Norddeutsche waren die Berge ohnehin etwas ganz Besonderes. Diese Stadt hat mich jeden Tag aufs Neue begeistert und mir in den sechs Wochen so viele schöne Ecken gezeigt, dass es mir nie langweilig wurde. Das Leben in einer fremden Stadt hat mir sehr gefallen, ich habe gemerkt, dass ich gut alleine zurechtkomme und mich auch in fremder Umgebung wohl fühlen kann.

Fazit

Ich freue mich und bin sehr dankbar, dass ich dieses Praktikum machen konnte. Zurück in Deutschland konnte ich feststellen, wie ich meine Unsicherheit aus der Ausbildungszeit verloren habe und das neu gewonnene Wissen und die Erfahrungen schon häufiger in meinem Arbeitsalltag anwenden konnte. Schon mehrmals war ich traurig, nicht mehr in Salzburg zu sein und kann mir sehr gut vorstellen, eines Tages für längere Zeit dorthin zurückzukehren.

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