Erfahrungsbericht: Praktikum in einem Hotel in Cork, Irland
Warum Irland & meine Ziele
Im Praxissemester wollte ich unbedingt ein Praktikum in einem englischsprachigen Land absolvieren, einerseits, um Auslandserfahrung zu sammeln, andererseits, um mich persönlich weiterzuentwickeln. Irland hat mich schon lange fasziniert: Ich hatte viel Positives gehört und fand, dass jetzt der ideale Zeitpunkt war, um Neues auszuprobieren und meinen Horizont zu erweitern.






Organisation & Unterstützung
Die Vermittlung übernahm Vividus International, wofür ich sehr dankbar bin. Auch die Gastfamilie wurde über die Agentur gefunden. Finanziell wurde ich von meinen Eltern sowie durch das Erasmus-Programm unterstützt. Eine Kombination, die mir die Planung und Umsetzung des Aufenthalts spürbar erleichtert hat.
Hindernisse & Lösungen
Gleich zu Beginn gab es eine Herausforderung: Meine erste Gastfamilie war unhygienisch, die Lage unpraktisch und insgesamt keine gute Unterkunft für einen längeren Aufenthalt. Zum Glück konnte ich wechseln und kam zu einer neuen Gastfamilie, bei der ich mich auf Anhieb wohlfühlte. Ein weiterer Punkt: Obwohl ich ursprünglich für Marketing gekommen war, wurde ich im HR-Team eingesetzt. Das hat mich zunächst überrascht, am Ende war ich mit den Tätigkeiten aber meistens zufrieden.
Mein Einsatzbereich im Hotel
Im Hotel lag mein Schwerpunkt auf interner Kommunikation und Mitarbeiterbindung. Ich gestaltete den Onboarding-Prozess aktiv mit, führte im Zwei-Wochen-Rhythmus eigenständig Rundgänge durch das Hotel, erklärte interne Abläufe und beantwortete erste Fragen. Tägliche „Daily Tasks“ strukturierten den Morgen, darunter die kreative Gestaltung eines Mitarbeiter-Menü-Posts für die internen Kanäle mit klaren Deadlines.
Zu meinen regelmäßigen Aufgaben gehörten außerdem klassische Office-Tätigkeiten (u. a. E-Mail-Korrespondenz, Scannen/Archivieren, HR-Datenpflege, Anlegen neuer Mitarbeitender) sowie das Sichten von Lebensläufen und Weiterleiten geeigneter Profile an die entsprechenden Department Manager.
Besonders spannend war die Mitarbeit an Kommunikations- und Employer-Branding-Initiativen: Ich erstellte Inhalte zu Diversität, Inklusion und Gleichstellung (Adobe InDesign/Illustrator), begleitete ein Fotoshooting für das hauseigene Restaurant – inklusive kurzer Modelrolle – und unterstützte bei Video- und Interviewformaten für interne Medien. Ein analytischer Baustein war ein Wettbewerbsvergleich von Hotelangeboten, den ich strukturiert in Excel fürs Marketing aufbereitete.
Atmosphäre, Team & Arbeitskultur
Das Hotel selbst liegt sehr schön und die Lage hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Atmosphäre war offen, wertschätzend und geprägt von irischer Freundlichkeit. Ich fühlte mich im Team jederzeit willkommen; Kolleg:innen und die vielen Praktikant:innen waren hilfsbereit, unkompliziert und haben für eine motivierende Stimmung gesorgt. Kleine Gesten wie etwa Dankes- und Geburtstagskarten, trugen spürbar zur Mitarbeiterbindung bei und vermittelten eine Kultur, in der man sich gern einbringt.
Wohnen, Alltag & Gastfamilie
Nach dem anfänglichen Wechsel hatte ich eine Gastfamilie, die besser nicht hätte sein können. Das Haus lag wunderschön, die Anbindung in die Stadt war sehr gut, nur der Weg zur Arbeit dauerte etwas länger. Meine Gastmutter war herzlich, ihre Söhne sympathisch und hilfsbereit; ich fühlte mich schnell wie zu Hause und bekam einen authentischen Einblick in das irische Familienleben. Diese familiäre Basis war für mich persönlich enorm wertvoll.
Freizeit, Orte & Reisen
Cork hat mich als Stadt total überzeugt: lebendig, freundlich, viele Pubs, Parks und kleine Ecken zum Entdecken. In meiner Freizeit war ich viel unterwegs, innerhalb der Stadt und im County Cork, an Stränden und in kleineren Orten wie Cobh und Youghal. Gemeinsam mit einer Freundin habe ich eine Bustour zu den Cliffs of Moher gemacht; außerdem standen Dublin und Galway auf dem Programm. Oft waren wir einfach in der Stadt, in Pubs oder im Park und ich habe so nicht nur die Region, sondern auch den irischen Alltag besser kennengelernt. Neben den Freundschaften im Hotel habe ich außerhalb der Arbeit viele weitere Kontakte geknüpft, mit denen ich viel unternommen habe.
Sprache & Kultur
Ich habe vor Ort ausschließlich Englisch gesprochen (abgesehen von Gesprächen mit zwei deutschen Freundinnen) und dabei keine wirklichen Verständigungsprobleme gehabt. An den irischen Akzent gewöhnt man sich schnell und mir macht es grundsätzlich Freude, Englisch zu sprechen. Sprachlich habe ich dadurch viel Sicherheit gewonnen, in Meetings wie im Alltag.
Lernen & Entwicklung
Fachlich habe ich meine Kompetenzen in visueller Kommunikation, Content Creation und interner Kommunikation vertieft. Organisatorisch habe ich gelernt, Deadlines einzuhalten, Prioritäten zu setzen und eigenständig Verantwortung zu übernehmen. Persönlich habe ich an Selbstvertrauen gewonnen, bin in einem internationalen Umfeld offener geworden und habe gelernt, flexibel auf neue Situationen zu reagieren, vom Wechsel der Gastfamilie bis hin zur inhaltlichen Verschiebung meines Aufgabenfeldes.
Was bleibt: schönste Erlebnisse & Fazit
Am meisten nehme ich die Freundschaften mit, im Hotel wie außerhalb, und die vielen gemeinsamen Erlebnisse. Besonders prägend war meine tolle Gastfamilie, die für mich zu einem zweiten Zuhause geworden ist und die ich hoffentlich wiedersehen werde.
Fazit: Ich bin mit meiner gesamten Erfahrung in Irland rundum zufrieden. Das Land, die Menschen, das Praktikum und meine Gastfamilie haben diese Zeit unvergesslich gemacht. Ich habe fachlich wie persönlich viel gelernt, einen tiefen Einblick in Kultur und Arbeitswelt gewonnen und Cork sowie Irland ins Herz geschlossen.
Offene Stellen in Irland
Irland: Praktikum im Bereich Administration, Social Media Management, Marketing, und Event Management
Irland: Au-Pair auf dem Pferdehof
Irland: Praktikum auf einem Pferdezuchthof
Irland: Praktikum in einer Bäckerei
Irland: Praktikum in einer Sprachschule
Du hast Interesse an einem Auslandsaufenthalt?
Melde dich bei uns. Ganz unverbindlich und kostenlos.
