Sophies Auslandspraktikum in Warschau

10/2016 Erasmus+ Praktikum in einem polnischen Kindergarten

 

Die Idee - nach der Ausbildung ins Ausland

Ich bin Sophie und habe im Juli 2016 meine Ausbildung als Ergotherapeutin abgeschlossen. Ich habe mich schnell dafür entschieden, nach Abschluss meiner Ausbildung nicht direkt in den Berufsalltag starten zu wollen, sondern mich erst nach einem Praktikum im Ausland zu erkundigen. Schnell war ich von dieser Idee begeistert und habe mich über Möglichkeiten informiert, um diese Idee in die Tat umsetzen können. Von diesen Erfahrungen erzähle ich jetzt im Folgenden.

 

Im polnischen Kindergarten - viele Förderangebote für Kinder

Im November 2016 habe ich einen Monat die Kultur und das Leben in Warschau miterlebt und durfte Eindrücke in einem deutsch-polnischen Kindergarten sammeln. Der Berufsalltag dort unterschied sich von den Erfahrungen, die ich aus sozialen Einrichtungen und Gesprächen mit anderen aus Deutschland kenne.

Der Kindergarten in Warschau stellte für die Kinder im Alter von 20 Monaten bis 6 Jahren sehr viele Förderangebote zur Verfügung. Es gab ein Nachmittagsprogramm, bei dem die Kinder jeweils in Gruppen– zum Beispiel an einem Tanzkurs, am Englischunterricht, an der Biologie-Experimente-AG oder an bilateraler Integration usw.-teilnahmen. Zudem waren die Kinder, im Unterschied zu Deutschland, jeden Tag sehr lange bis zum Nachmittag und länger im Kindergarten geblieben. Aufgefallen ist mir auch, dass großen Wert auf Disziplin, achtsames Verhalten und Höflichkeit gelegt wurde.

Aus den Kindergärten in Deutschland kenne ich es eher, dass man das freie Spiel fördern will und die Kinder die Welt selbstständig erfahren und entdecken sollen. Hier in Deutschland wird, denke ich, nicht so viel Wert auf möglichst viele verschiedene Fördergruppen in Form von Englischunterricht, Tanzen oder bilateraler Integration gelegt.

Ich habe gelernt, dass der Ansatz, das Kind in vielen Bereichen zu fördern, wichtig ist. Es aber auch wichtig ist, die Kinder nicht zu früh aus dem freien Spiel mit anderen Kindern herauszunehmen, um ihnen dann ähnlich wie in einem Frontalunterricht etwas beizubringen. Genauso wichtig sind das gemeinsame Lachen und die Welt mit ihren tausenden Facetten in einer glücklichen Umgebung ohne Stress zu erfahren und zu erlernen.

 

 

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Fremdes Umfeld - Herausforderungen und eigene Stärken

Ein besonders beeindruckender Moment während meiner Zeit in Warschau war für mich, viele nette und vor allem verschiedene Menschen kennen zu lernen, die alle dazu beigetragen haben, dass mein Auslandsaufenthalt unvergesslich und schön war.

Ich bin Herausforderungen begegnet, weil ich zum Beispiel zum ersten Mal alleine geflogen bin und mir auch sonst in einer fremden Stadt viel alleine erarbeiten musste. Das hat mich weitergebracht und mich bestärkt, vielleicht auch ein bisschen stolz gemacht.

Ich würde sagen, dass mich der Auslandsaufenthalt selbstbewusster gemacht hat. Ich habe daraus Kraft und Selbstbewusstsein geschöpft, weil ich alles gut und alleine bewältigt habe, und in einem fremden Umfeld offen und ohne Vorurteile mit anderen gemeinsam gearbeitet habe.

Außerdem hat mir der Auslandsaufenthalt gezeigt, wie einfach es doch sein kann, sein gewohntes Umfeld, sein zu Hause für einen bestimmten Zeitraum hinter sich zu lassen, auch wenn es im ersten Moment schwerfällt.

 

 

Neue Kultur, neue Erfahrungen - Möglichkeiten nutzen

Man erlebt eine neue Kultur, bleibt offen für neue Erfahrungen, lernt andere Menschen mit anderen Ansichten, vielleicht auch welche, die man nicht so vertritt, kennen und hat das Glück so viele tolle Orte der Welt zu sehen.

Diese Möglichkeit soll man sich bewahren und ausnutzen. Deswegen kann ich mir auch gut vorstellen ein weiteres Mal ein Auslandspraktikum über Erasmus+ zu machen. Denn ich habe auch gelernt, dass es wichtig ist, den Horizont von seinem Berufsfeld stetig zu erweitern und sich auch für andere ähnliche Berufe zu interessieren. Denn ich finde es wichtig, nicht nur egoistisch seinen Beruf auszuüben und diesen zu verfolgen, sondern auch ähnliche wertschätzen zu können und von diesen vielleicht sogar etwas für den eigenen Beruf zu lernen.

 

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich unendlich froh bin, ein Auslandspraktikum gemacht zu haben und diesen Schritt keineswegs bereue. Die Stadt Warschau wäre vielleicht sonst nicht so mein Reiseziel gewesen, aber dies hat mir gezeigt, dass man immer offen für neue Länder und Städte bleiben sollte. Mein neues Ziel nach diesem Aufenthalt ist es, so viele Hauptstädte wie möglich zu bereisen und zu entdecken.

Für alle die mit dem Gedanken spielen auch mal für einen kürzeren Zeitraum als ein halbes Jahr oder länger in ein fremdes, neues Land zu gehen, finde ich die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum über Erasmus+ zu absolvieren, eine Chance, die man nutzen muss.


Liebe Grüße, Sophie

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