Carla in Wien (Gesundheits- und Krankenpflegerin in Ausbildung)

01/2022 - 02/2020 Erasmus+ Praktikum in Österreich

Ich hatte Interesse ein neues Land kennenzulernen. Eines, in dem ich mir auch später vorstellen könnte zu arbeiten. Reisen ist was unglaublich Schönes, aber arbeiten wollte ich doch lieber dort, wo mir die Kultur vertraut ist und vor allem die Sprache – also nicht allzu weit weg. Somit bin ich recht schnell auf Österreich gekommen und da in der Großstadt immer mehr los ist, war mir klar, dass es Wien werden sollte!

Meine Schule hat uns ermöglicht im dritten Ausbildungsjahr einen Einsatz weltweit in dem Krankenhaus unserer Wahl zu absolvieren. Ich habe mich für die Intensivstation entschieden, auf der ich am meisten für den medizinischen Teil der Ausbildung lernen kann. Zu Beginn habe ich gedacht, dass es gar nicht so leicht sein wird in so einem großen Krankenhaus, welches zu den größten Krankenhäusern Europas gehört, Kontakte herzustellen. Doch mit ERASMUS und dem heutigen sozialen Netzwerk ist es mir recht zügig gelungen. Die Pflegedirektion des Krankenhauses hat mir direkt das Personalwohnhaus auf dem Campus vorgeschlagen. Kurz danach habe ich dort eine Zusage erhalten und hatte einen Fußweg von maximal 10 Min. zur Arbeit.

Mein Praktikum

Auf der Intensivstation habe ich unglaublich viel sehen und lernen dürfen. Das Team hat mich überall miteinbezogen, auch wenn ich erst Kommunikationsprobleme mit dem Dialekt hatte. Aber auch das hat sich recht schnell gelegt. Mein Tätigkeitsfeld war zu Beginn recht klein da ich erstmal „nur“ zugucken konnte. Langweilig ist mir dabei aber keineswegs geworden und später war ich auch zu vielem selbst bereit. Ich habe bei Reanimationen helfen dürfen, das Legen eines Tubus beobachten können, Blut über die Arterie abnehmen dürfen und den Umgang mit beatmeten Patienten kennengelernt. Außerdem habe ich viel zum Thema Monitoring lernen können und auch Patienten, die parenteral ernährt werden, selbstständig versorgt. Genauso habe ich viel mit Covid Patienten gearbeitet. Technisch habe ich auch viel dazu gelernt, wie z.B. den Umgang mit einer Dialyse oder ECMO (Lungenfunktionsmaschine), aber auch die Funktion dieser Geräte am Menschen. Ich habe mich mit der Beobachtung und Dokumentation von intensivpflichtigen Patienten auseinandergesetzt. Bronchoskopien gehörten auch zum täglichen Ablauf, so wie auch das Absaugen eines Patienten und noch vieles mehr.

Zusammenfassend kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich viel neues gelernt habe und auch viel in meinem Berufsalltag anwenden kann. Das Arbeiten im 12-Stundensystem war mir auch neu, aber es hat mir sehr gut gefallen und es gab im Team sehr viel positives Feedback zu dem System. So hatte ich in der Woche mehr Tage frei und habe die Gegend in Ruhe erkunden können.

Wien

Die Anbindungen in Wien sind ideal, dadurch konnte ich unglaublich viele Sehenswürdigkeiten und Bezirke von Wien kennenlernen. Ich hatte sogar die Möglichkeit, einen Trip nach Budapest und eine Tagestour nach Bratislava einzubauen. Zwei wunderschöne Städte, die man sehr preiswert unter drei Stunden von Wien aus besuchen kann. Kann ich nur jedem empfehlen.
Abschließend würde ich sagen, dass Wien eine wunderschöne, sehenswerte Stadt ist und die Österreicher mich sehr freundlich und zuvorkommend aufgenommen haben. Die Intensivstation in so einer Großstadt bietet auf jeden Fall viele verschiedene spannende Fälle, wodurch außergewöhnliche medizinische Geräte zur Verfügung stehen und genutzt werden.

Fazit

Vividus International hat mir nicht nur bei der Vorbereitung und Planung geholfen, sondern war auch währenddessen und danach der Ansprechpartner für mich. Durch das Fördergeld habe ich mir eine sehr schöne und unvergessliche Zeit ermöglichen können, die meinen Horizont erweitert hat.

 

 

 

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