Serivan in Brescia (Auszubildende Zerspanungsmechanikerin)

07/2019 - 08/2019 Erasmus+ Praktikum in Italien

Mein Auslandspraktikum habe ich in Italien als Zerspanungsmechanikerin gemacht. Ich habe in einem Betrieb gearbeitet, wo ich Gussformen, Erodier-Werkzeug und Stanzformen aus Metall an CNC- und konventionellen Dreh-Fräsmaschinen hergestellt habe.

Ich wollte in erster Linie immer schon im Ausland arbeiten, sehen wie es in anderen Ländern so funktioniert und wie der Alltag bei ihnen aussieht. Gleichzeitig wollte ich mehr über die Kultur erfahren und mehr von der Welt sehen.  Da hat sich Italien prima angeboten mit dem hervorragenden Essen, den wunderschönen Sehenswürdigkeiten und dem schönen und freundlichen Land.

Mein Aufenthalt

Meine Anreise war sehr angenehm. Ich bin mit dem Auto, dem Flugzeug und mit dem Shuttle-Bus bis nach Brescia gefahren. Es war wirklich warm an dem Tag, bis zu 35°C. Gewohnt habe ich in einer WG mit einer Mitbewohnerin, die wirklich nett war. Die WG war ganz in Ordnung, etwas alt, aber man hat sich daran gewöhnt.

Am ersten Tag hatte ich ein Willkommensgespräch. Mir wurde alles bestens erklärt - über die Stadt und die Firma sowie über die öffentlichen Verkehrsmittel. Dann ging’s auch schon los in der Firma. Ich wurde herzlich empfangen und gut aufgenommen. Meine Arbeitszeiten waren wirklich gut. Das Essen gab es in der Cafeteria auch umsonst, was ich wirklich nett fand.

 

 

Ich habe sehr viel von Italien gesehen und erlebt. Der Gardasee ist wunderschön, genauso wie der Lago d'Iseo. Ich habe viele Kunstgalerien besucht, weil ich selbst kunstbegeistert bin. Ich habe sehr viele Sehenswürdigkeiten gesehen und die Stadt am Tag und bei Nacht erlebt. Was mir direkt aufgefallen ist, dass selbst in der Woche die Stadt abends sehr belebt ist. Verona und Bergamo habe ich auch besichtigt, was wirklich nicht weit weg war. Und das Essen dort ist hervorragend. Die italienische Küche ist wirklich gut.

Was mir direkt aufgefallen ist, dass es schwierig ist, sich mit den Menschen auf Englisch zu unterhalten. Ich habe dennoch nette und hilfsbereite Menschen kennengelernt und wirklich nette Unterhaltungen gehabt.
Die öffentlichen Verkehrsmittel waren nicht wirklich übersichtlich. Was ich mir persönlich noch gewünscht hätte, ist, dass nachts auch Verkehrsmittel fahren würden.

An meinem Arbeitsplatz haben wir oft ein iPad zum Übersetzen gehabt, was eigentlich immer gut funktioniert hat. Ich habe selbst einige Wörter bzw. Sätze auf Italienisch gelernt. Es ist wirklich eine tolle Sprache.

Bei meiner Arbeit ist mir direkt aufgefallen, dass dort viel größere Werkstücke bearbeitet wurden, als ich es daheim mache. Es war auch mal schön zu sehen, wie eine flexible Fertigungszelle arbeitet und die 3D Messtechnik in Aktion zu sehen, da ich mich mit dem Thema nur in der Schule beschäftigt habe.

Ich habe meine Arbeitskollegen sehr ins Herz geschlossen. Ich habe 2 Mädels aus Deutschland kennengelernt, die auch an dem Programm teilgenommen haben und wir hatten echt schöne Tage zusammen. Mit meiner Mitbewohnerin hatte ich öfter wirklich schöne Gespräche gehabt und wir haben uns gut verstanden. Die meisten Tage über waren es bis zu 30-35°C warm, woran man sich aber nach einer Woche gewöhnt hat. Hauptsächlich habe ich auf Englisch geredet. Meine Englischkenntnisse sind dadurch auch besser geworden. Ich habe sogar etwas Italienisch gelernt. Dadurch, dass ich 5 Wochen alleine für alles sorgen musste, habe ich gelernt, besser mit Geld umzugehen und Verantwortung zu übernehmen.

Danksagung

Ich bedanke mich in erster Linie bei meinem Vater, der mich an seinem freien Tag sehr früh zum Flughafen gefahren hat und mich finanziell unterstützt hat. Ein weiterer Dank geht an meine langjährige Freundin, die mir bei den Unterlagen geholfen hat, wenn ich mal nicht weiterkam. Und natürlich bedanke ich mich bei den Mitarbeitern von Vividus International und Tempo Libero, die mir bei jeder Frage weitergeholfen haben und die mir diesen unglaublichen Monat ermöglicht haben.

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