Thea in Innsbruck (Auszubildende Operationstechnische Assistentin)

02/2018 - 03/2018 Erasmus+ Praktikum in Österreich

Aufgeregt und mit Herzklopfen habe ich am ersten Praktikumstag das Chirurgie- Gebäude der Universitätsklinik Innsbruck betreten. Nach einem herzlichen Empfang und dem organisatorischen Teil ging es direkt in den OP. In den bevorstehenden 4 Wochen hatte ich die Chance, für mich bisher unbekannte Operationsgebiete kennenzulernen. Von Tag eins an wurde mir bewusst, dass die Arbeitsatmosphäre in Tirol eine ganz andere ist. Obwohl im OP verschiedene Berufsgruppen aufeinanderstoßen, ist der Umgang unter den Kollegen hier freundlich und respektvoll. Man spürt eine durchweg positive Grundeinstellung der Mitarbeiter, was den OP- Alltag um einiges erleichtert.

Praktikum im OP

Als OTA in Deutschland lernt man sowohl die unsterile als auch die sterile Assistenz im OP auszuführen. In Tirol sind dies zwei verschiedene Ausbildungen. Ich habe in Innsbruck hauptsächlich als sterile Assistenz gearbeitet. Jeden Tag durfte ich verschiedenste Operationen instrumentieren. Ich selbst habe mir auch viel zugetraut, weil eine OP-Schwestern stets mit dabei war und mir ein sicheres Gefühl gab. Schnell merkte ich, dass man mir Dinge zutraute und ich dadurch viel selbstständig arbeitete. Die Schwestern gaben mir viele Tipps und zeigten mir Tricks, wie ich geschickter instrumentieren kann und mir manches erleichtere. Die einzigen Schwierigkeiten zeigten sich bei der Bezeichnung der Instrumente und dem Tiroler Dialekt. Jedoch bemühten sich die Ärzte bei der Aussprache stets und ich konnte mich schnell an deren Bezeichnung gewöhnen. Mein persönliches Highlight während der 4 Wochen war die Transplantationschirurgie. Ich hatte die Möglichkeit die Organentnahme und Implantation von verschiedenen Organen zu instrumentieren. Das hat mich auf unterschiedliche Weise stark beeindruckt.

 

Freizeit

In meiner Freizeit war ich sportlich aktiv. Man hat dort einige Möglichkeiten. Neben dem Ski fahren, ist Innsbruck super geeignet, um den Kopf durch Laufen oder Wandern in der Natur, freizubekommen. Die Stadt hat viele historische Höhepunkte, die man gesehen haben sollte. Ich denke, dass die Kombination aus Natur, Bergen, dem Inn und der Altstadt die glückliche Lebenseinstellung der Tiroler ausmacht.

Fazit

Würde ich ein Praktikum im Zentral – OP in Innsbruck weiterempfehlen? Ja! Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man dort ein Praktikum wahrnehmen. Man bekommt noch mehr Spaß an dem Beruf und lernt unheimlich viel. Ich wäre gern noch länger geblieben als 4 Wochen. Man ist gerade so richtig dort angekommen, da ist die Zeit schon wieder um. Für die Zukunft nehme ich einige, wichtige Standpunkte auf und versuche diese im Arbeitsalltag umzusetzen.

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